Aktuelle Uhrzeit
Ewiger Kalender

Die Ceratiten des Oberen Muschelkalks

Zum umfassenden Verständnis eines Fossils gehört neben der taxonomischen Zuordnung auch in der Paläontologie die Kenntnis seiner biologischen Organisation. Bekanntlich sind von Ceratiten nur Steinkerne und keine Weichkörperreste überliefert. Trotzdem können auf indirekte Weise vielfältige Rückschlüsse zur Rekonstruktion des Ceratiten-Tieres und seiner Lebensweise gewonnen werden. Ermöglicht wird das mit der Anwendung aktualistischer Untersuchungsmethoden bei traumatisch oder pathologisch geschädigten Individuen.
Ausschlaggebend dafür ist die Beantwortung der Frage, ob und wie es dem Individuum gelungen ist, die zur Anomalie führende kritische Situation zu überleben. Mit meinem auf diese Weise erlangten Wissenszuwachs über die physiologischen, morphologischen und biomechanischen Fähigkeiten des Ceratiten-Organismus verändert sich die bisherige klassische Vorstellung von dieser Tiergruppe grundlegend.

Bereits im Jahre 1988 führte mein erster Versuch, die Variabilität der Individuen einer großen Ceratiten-Population statistisch zu analysieren, zu einer fundamentalen Erkenntnis: "Frühontogenetisch gebildete morphologische Eigenheiten der Ceratiten ermöglichen grundsätzlich die Unterscheidung in zwei Morphotypen ("e" und "p")". Weitere Populationsstatistiken mit spezifischen Parameterwerten von mehr als 5000 Individuen aus neun Biozonen bestätigten diese Erkenntnis eindrucksvoll. Auf der Entdeckung des dimorphen ontogenetischen Grundverhaltens basiert die Phylogenese der endemischen Biospezies Ceratites nodosus mit ihren Chronospezies. Die Evolution ist in einer durchgehenden Formenreihe dokumentiert, verlief ohne weitere Aufspaltung und endete mit dem nachkommenlosen Aussterben.
Damit steht mein auf die fossilen Ceratites nodosus übertragenes biologisches Art-Konzept konträr
zur außerhalb der Evolutionstheorie liegenden typologischen Ceratiten-Taxonomie mit ihrer
Stammbaumdarstellung (REIN 2007) .

Ein vorurteilfreies und gründliches Faktenstudium ist Voraussetzung für die Akzeptanz und das
Verständnis dieser neuen Befunde.
Willkommen auf der Webseite von
Siegfried Rein
(Dipl. Lehrer und fr. MA des Naturkundemuseums Erfurt)

Impressum
optimiert für Internet Explorer / Mozilla Firefox

Verantwortlich für den Inhalt und die Gestaltung dieser Webseite im Sinne des Presserechts:
Siegfried Rein, Hubertusstr. 69, D-99094 Erfurt-Rhoda

Tel.: 0361/7968204

e-Mail:

SRein@t-online.de

Alle bildlichen und textlichen Gestaltungselemente dieser Homepage sind mein urheberrechtliches Eigentum. Sie dürfen nur nach vorheriger Genehmigung von mir lediglich für nicht kommerzielle Zwecke kopiert und verwendet werden.

Verantwortlich für das Layout dieser Webseite:
Jürgen Schulz, Bahnhofsallee 17, D-99098 Vieselbach

e-Mail:

j1950sch2@t-online.de